Belegung und Unterrichtsprogramm

Grundlegende Informationen zur Stundentafel

⇒ Die Qualifikationsphase der Oberstufe unterteilt sich in die vier Ausbildungsabschnitte 11/1, 11/2, 12/1 und 12/2, die den Halbjahren der Jahrgangsstufe 11 und 12 entsprechen. Fast alle Kurse werden über vier Ausbildungsabschnitte hinweg belegt (=besucht).
⇒ Die Schüler belegen fünf Pflichtfächer sowie fünf Wahlpflichtfächer, bei denen ihnen bestimmte von der Stundentafel (bzw. dem Angebot der Schule) vorgegebene Alternativen zur Wahl stehen. Hinzu kommen im Profilbereich die grundsätzlich frei aus dem Angebot der Schule wählbaren Seminare sowie weitere Profilfächer.
⇒ Die Oberstufe bietet grundsätzlich eine Vielzahl an Wahlmöglichkeiten. Die Schüler und deren Eltern müssen aber bedenken, dass das spezifische Fächer- und Seminarangebot einer Schule stets eingeschränkt ist: Keine Schule ist in der Lage, alle Fächer des Wahlpflicht- bzw. des Profilbereichs anzubieten. Auch das Seminarangebot orientiert sich an den Möglichkeiten bzw. den Schwerpunktsetzungen der Schule. Im Interesse aller Oberstufenschülerinnen und -schüler können auch bestimmte Fächerkombinationsmöglichkeiten, die von einzelnen Schülern gewünscht werden, von der Schule ausgeschlossen werden, um die Kompaktheit der Stundenpläne aller Schüler zu sichern.

Grundsätzliches zu den Wochenstundenzahlen in der Oberstufe

⇒ Die Wochenstundenzahlen des Gymnasiums orientieren sich an den Vorgaben der Kultusministerkonferenz der Länder für die gegenseitige Anerkennung des Abiturs. Bayern hält sich exakt an die Mindestvorgabe von 265 Wochenstunden für die Jahrgangsstufen 5 mit 12.
⇒ In der Oberstufe sind durchschnittlich 33 Wochenstunden pro Jahr zu belegen. Weil sich diese Zahlen system- und wahlbedingt nicht gleichmäßig auf die vier Ausbildungsabschnitte verteilen, wird in der Regel von 132 Halbjahreswochenstunden ausgegangen. Diese verteilen sich z. B. wie folgt: 11/1: 35, 11/2: 35, 12/1: 33, 12/2: 29.
⇒ Bei normaler persönlicher Leistungsfähigkeit sollte die vorgesehene Wochenstundenzahl nach Möglichkeit nicht oder zumindest nicht wesentlich durch freiwillige zusätzliche Fächerbelegungen überschritten werden. Stundenzahlen von mehr als 132 oder 134 Halbjahreswochenstunden erhöhen häufig die Zahl der Tage mit Nachmittagsunterricht.
⇒ Im Normalfall sollten zu ungleichmäßige Verteilungen der Wochenstundenzahlen auf die Ausbildungsabschnitte vermieden werden. Statt einer Ballung der Wochenstunden in Jgst. 11 (z. B. 38 – 38 – 30 – 26) empfiehlt sich oft eine etwas ausgewogenere Verteilung (z. B. 34 – 34 – 34 – 30).
⇒ Im Mittelpunkt der Stundentafel stehen die vierstündigen Grundlagenfächer Deutsch, Mathematik und fortgeführte Fremdsprachen. Die Naturwissenschaften, Informatik und spät beginnende Fremdsprachen werden dreistündig unterrichtet, die übrigen Fächer in der Regel zweistündig.

Folgende Stundentafel ist Grundlage für die Fächerwahl:

Fußnoten zur Tabelle

1) Erläuterung der drei Typen von Fremdsprachenlehrgängen.
2) Die Wahl einer weiteren Fremdsprache ist nicht an einen bestimmten Typ von Fremdsprachenlehrgang gebunden: Es kann entweder eine zweite fortgeführte Fremdsprache oder eine neu einsetzende spät beginnende Fremdsprache oder eine spät beginnende Fremdsprache mit vorausgegangenem Wahlunterricht in Jgst. 9 und 10 belegt werden. Zu beachten ist, dass eine neu einsetzende spät beginnende Fremdsprache verpflichtend in Jgst. 11 (Wahlpflichtbereich) und Jgst. 12 (Profilbereich) belegt werden muss.
3) Fortgeführte Informatik ist an dieser Stelle nur wählbar für Schülerinnen und Schüler, die in Jgst. 10 den Informatikunterricht des Naturwissenschaftlich-technologischen Gymnasiums besucht haben.
4) Die Stundenzahl ist abhängig von der Fächerwahl (3-stündig: neu einsetzende spät beginnende Fremdsprache, spät beginnende Fremdsprache, Naturwissenschaft, fortgeführte Informatik; 4-stündig: fortgeführte Fremdsprache).
5) Je nachdem, ob hier ein 3-stündiges oder 4-stündiges Fach gewählt wird, müssen weitere Fächer aus dem Wahlpflichtbereich oder dem Zusatzangebot im Umfang von entweder 5 oder 4 Stunden belegt werden, um die erforderliche Stundenzahl zu erreichen.

Erläuterungen zur Stundentafel:

  • Alle Fächer des Pflichtbereichs müssen belegt werden.
  • Im Wahlpflichtbereich haben die Schüler die Möglichkeit, eine der (in der jeweiligen Zeile) genannten Alternativen aus dem Angebot der Schule für vier Ausbildungsabschnitte zu wählen.
  • Hinsichtlich der Dauer der Belegung bildet die Wahlpflichtalternative "Naturwissenschaft 2 (Biologie, Chemie, Physik) oder weitere Fremdsprache oder fortgeführte Informatik" eine Ausnahme: Das gewählte Fach (z.B. Biologie oder Spanisch oder fortgeführte Informatik) wird nur in Jahrgangsstufe 11 verpflichtend belegt; die Fortsetzung der gewählten Belegung in Jahrgangsstufe 12 ist jedoch im Profilbereich möglich. Nur wenn seit der Jahrgangsstufe 10 eine neu einsetzende spät beginnende Fremdsprache erlernt wurde, besteht für diese bei der genannten Wahlpflichtalternative Belegungsverpflichtung in den Jahrgangsstufen 11 und 12.
  • Im Profilbereich werden die beiden Seminare über drei Ausbildungsabschnitte hinweg belegt. Zur individuellen Profilbildung belegen die Schüler mit Blick auf die Gesamtbelegung von 66 Wochenstunden weitere Fächer aus dem Wahlpflichtbereich oder dem Zusatzangebot der Schule (z.B. Chor, Psychologie, Astrophysik, Darstellendes Spiel etc.) - entweder über zwei Ausbildungsabschnitte einer Jahrgangsstufe oder über vier Ausbildungsabschnitte hinweg.
  • Im Profilbereich sind auch die Addita in Kunst, Musik und Sport angesiedelt.

Besonderheiten der Belegung:

Weitere Hinweise: